Ein Meisterwerk aus dem 13. Jahrhundert – Bjälboättens Palats

Vadstena

Vadstena

Vadstena beheimatet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, mit denen sich meist beeindruckende Bauwerke präsentieren. Viele stammen aus den vergangenen Jahrhunderten. Die meisten Bauwerke wurden bis heute gut erhalten und genossen in der jüngsten Vergangenheit umfangreiche Restaurationen, bei denen vor allem auf die Details geachtet wurde. Hinter der Klosterkirche von Vadstena trifft man auf ein Bauwerk, das oftmals in Vergessenheit gerät. Mit dem Bjälboättens Palats präsentiert sich zweifelsohne ein architektonisches Meisterwerk. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde durch Birger Jarl errichtet. Birger Jarl ist bis heute als der Begründer des in Bjälbo beheimateten Folkunger-Geschlechts bekannt.

Hinter dem Bjälboättens Palats verbirgt sich zudem der älteste Profanbau des Landes. Das langgestreckte Gebäude wird durch zahlreiche architektonische Besonderheiten geprägt, die ein besonderes Bild zeichnen. Später wurde der Palast durch König Magnus Eriksson Birgitta überlassen. Sie nutzte ihn für das Nonnenkloster, wobei im Bjälboättens Palats mehrere Zellen für Nonnen untergebracht wurden. 1595 wurde das Kloster schließlich geschlossen. Gustav II. Adolf nutzte es während seiner Kriegszüge als Lazarett. In diesem wurden seine Krieger untergebracht. Hinter dem Bjälboättens Palats liegt der See von Vadstena. Er eignet sich hervorragend für eine kleine Verschnaufpause. Bereits nach wenigen Schritten stößt man zudem auf das bekannte Klosterhotell.

Quellhinweis Bild: © halmackenreuter / pixelio.de

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Schweden - ein Paradies für Landschaftsfotografen

Annette Weber

 

Im Norden Europas verändert sich das Spektrum der Sonnenstrahlen, bedingt durch den veränderten Lichteinfall. Das blaue Spektrum nimmt zu. Dieser veränderte Lichteinfall führt dazu, dass die Schatten länger werden und sich die Konturen der Motive dunkler und deutlicher abzeichnen. Eine perfekte Session für einen Landschaftsfotografen, denn die Landschaftsfotografie lebt vom Licht.  Da es in der Natur nicht künstlich erzeugt werden kann, muss man genau dieses Licht effektvoll einsetzen, das die Natur gerade bietet. Die Aufgabe des Fotografen besteht darin, den richtigen Moment zu erkennen,  in dem das Licht die Besonderheit der Landschaft hervorhebt.  Dann muss man nur noch abdrücken und das perfekte Landschaftsfoto ist im Kasten.

In Schweden treffen zwei gute Voraussetzungen für tolle Fotos aufeinander: Der Lichteinfall und das Landschaftsmotiv.

Schweden hat großartige, karge Landschaften, felsige Küsten, lange Sandstände, dunkle Wälder, tiefe Seen und weite weiße Schneelandschaften. Nicht immer scheint die Sonne, aber nach einem Regenschauer sind die Farben satter, und der Wolkenhimmel bietet oft interessante Konturen.

Großartige Motive entstehen auch durch Wasserspiegelungen. Das veränderte Farbspektrum des Lichteinfalls sorgt dafür, dass die kristallklaren Seen die Motive besonders scharf und deutlich reflektieren. Auf die Weise ist es möglich, Fotomotive zu finden,  die sich fast eins zu eins in einem See spiegeln. Fantastische Motive werden einem auf diese Art und Weise geboten.

Auch das Wetter bietet einem Naturfotografen unglaublich viele Möglichkeiten.  Unbelebte Gegenstände  bieten ganz neue Motive, die unter den Auswirkungen des Wetters in einer anderen Dramatik auf den Betrachter wirken. So kann man  eine Küstenlandschaft regenverhangen grau in grau in diffusem Licht wiedergeben,  es kann aber auch ein minimaler Nebelschleier die Szene in eine mystische Landschaft verwandeln.  Auch bizarre Wolkenbilder über einem Landschaftsmotiv sind ein Hingucker. Um die Faszination zu erhöhen, sollte man den Horizont niedrig wählen.

So passt in Schweden alles zusammen, was das Herz eines begeisterten Landschaftsfotografen höher schlagen lässt: ein abwechslungsreiches Farbenspiel durch den Wetterwechsel, ein besonderes Farbspektrum durch die nördliche Lage, eine fantastische und bizarre Landschaft und tolle Reflektionen durch die zahlreichen Gewässer.

 

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