Eigenjagd in Schweden

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Die Jagdbedingungen in Schweden sind einfach: Grundbesitzer haben das Recht zur Eigenjagd (Sara Ingman/imagebank.sweden.se).

Jagen ist in Schweden beinahe ein Volkssport. Immerhin kommen auf 9,5 Millionen Einwohner rund 300.000 Jäger, wie der Schwedische Jagdverband mitteilt. Die wichtigsten Infos zur Eigenjagd in Kürze.

In Schweden besitzt jeder Eigentümer mit einem Grundbesitz von mindestens fünf Hektar land- oder fortwirtschaftlicher Fläche automatisch das Jagdrecht für Niederwild. Die Ausübung ist an einen gültigen Jagdschein („jaktbevis“) – auch deutscher Jagdschein ist anerkannt – und eine bezahlte Jagdkarte („jaktkort“) gebunden. Wer sein Jagdrecht nicht selbstständig ausüben möchte, kann es verpachten oder übertragen.

Das berechtigt ihn allerdings noch nicht dazu, auf seinem Land Elche zu schießen. Denn Elche – ebenso wie Bären übrigens auch – zählen nicht zum Niederwild, weshalb hier Sonderregeln gelten. Um den Elchbestand zu nicht zu gefährden, legen die Provinzialregierungen Abschussquoten fest. Sie beziehen sich meist auf Reviere (älgskötselområde) von mehreren 1.000 Hektar Größe. Besitzer kleinerer Ländereien schließen sich daher meist zu Jagdgemeinschaften (jaktlag) zusammen, bis der Jagdbezirk die geforderte Mindestgröße erreicht hat. In diesem Fall spricht man von einem Lizenzgebiet (licensområde). Darin haben dann alle Eigentümer gemeinsames Jagdrecht, wobei ein Vorsteher die Einhaltung der Abschussquoten im Auge behält. Die Anforderungen an die Größe der Lizenzgebiete variieren in ganz Schweden und sogar innerhalb der einzelnen Läns. Die Jagdgesellschaften sind meldepflichtig.

Schließt sich der Grundeigentümer keiner Jagdgemeinschaft an, besitzt er ein sogenanntes „Unregistriertes Land“ (kalvområde). Dann ist lediglich der Abschuss eines Elchkalbes frei und das auch nur auf wenige Tage gleich zu Beginn der Elchjagd befristet.

Mehr Informationen auf der Seite des Schwedischen Jagdverbandes (Svenska Jägareförbundet / The Swedish Association for Hunting and Wildlife) unter http://jagareforbundet.se und auf der Seite der Provinzialregierungen unter www.lansstyrelsen.se.

 

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  1. Stefan Beckmann sagt:

    So ne Jagd würde mich auch mal reizen – ich wusste aber gar nicht, das die Jagd in Schweden dermaßen beliebt ist !

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Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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