Die schwedische Fußballnationalmannschaft der Männer

Foto Die schwedische Fußballnationalmannschaft der Männer wird wie die Damen-Nationalmannschaft und die Fußballjugendförderung vom schwedischen Fußballverband, dem Fotbollförbundet organisiert. Ihre größten Erfolge sind eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1948 in London und ein Vizeweltmeistertitel 1958. Die Mannschaft nahm bisher an 5 Europameisterschaften und 11 Weltmeisterschaften teil. Je einmal fungierte Schweden als Gastgeberland.

Der schwedische Fußballverband wurde 1904 gegründet. Die Nationalmannschaft der Männer trat zum ersten Mal am 12. Juli 1908  gegen Norwegen auf den Rasen, dies vor 3000 Zuschauern und mit einem 11:3 Sieg. Dieses Spiel ist bis jetzt immer noch das torreichste in der schwedischen Fußballgeschichte!

Im gleichen Jahr nahmen sie auch zum ersten Mal an den Olympischen Spielen teil. Das erste Spiel wurde gleich gegen den Turnierfavorit England ausgetragen und klar mit 12:1 verloren. Dies ist bis jetzt die höchste Niederlage. Schweden durfte in diesem Turnier um den dritten Platz spielen, da sie aber gegen Holland verloren, wurde es der vierte. Bei den Olympischen Spielen 1912 kam es zur Wiederholung des Spiels und wieder unterlag Schweden den Niederländern.

Nach dem ersten Weltkrieg nahm die schwedische Auswahl an den Olympischen Spielen 1920 teil. Beteiligt waren sie an den zwei torreichsten Spielen, doch wieder zogen sie gegen Holland den kürzeren. Bei den Olympischen Spielen 1924 gelang die Überraschung, gegen Belgien und gegen Ägypten zu gewinnen. Im Halbfinale war aber die Schweiz zu stark und man spielte wieder einmal um den dritten Platz, den man dann auch holte. 1928 und 1930 nahm Schweden an keinen Turnieren teil. Und da 1932 kein Wettbewerb stattfand, wurde erst 1934 die Weltmeisterschaft wieder zu einem bedeutenden Turnier. Mit Siegen gegen Estland, Litauen und einem hart erkämpften gegen Argentinien unterlagen sie im Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft.

Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin blamierten sie sich mit einem 2:3 gegen Japan und mussten schon nach dem ersten Spiel die Heimreise antreten. Bei der WM 1938 wurde Schweden in die Gruppe mit Deutschland, Finnland und Estland gelost und konnte sich als Gruppenzweiter für die Endrunde qualifizieren. Wieder einmal im Spiel um den dritten Platz gingen sie gegen Brasilien sogar mit einem 2:0 in Führung, doch verloren leider noch 4:2.

Die schwedische Nationalmannschaft verzeichnete Ende 1940 und 1950 ihre größten Erfolge, die Goldmedaille an den Olympischen Spielen 1948, den dritten Platz an der Weltmeisterschaft 1950 und den zweiten Platz an der Heim-WM im Jahr 1958. Durch die Erfolge in frühen Fünfzigern wurden auch die Südeuropäer auf den schwedischen Fußball aufmerksam und einige Nationalspieler wechselten als Profis nach Italien, Spanien oder Frankreich. Diese Spieler wurden in den folgenden Jahren auch nicht mehr für Länderspiele aufgeboten, da der schwedische Fußballverband den Profifußball ablehnte.

Bei den Olympischen Spielen 1952 konnte man sich nochmals die Bronzemedaille holen, verpasste aber 1954 und 1956 die Qualifikation zu den jeweiligen Turnieren. Erst als man 1958 ein paar der im Ausland spielenden Spieler zurückholte, kehrte der Erfolg zurück. Bei der WM im eigenen Land kam die Mannschaft sogar bis ins Finale. Im Halbfinale fand die sogenannte Schlacht von Göteborg gegen das Team Deutschland statt, das sie gewannen. Dies führte zu dieser Zeit zu einer starken Abneigung der Deutschen gegen die Schweden. Im Finale holte sich die brasilianische Nationalmannschaft mit Vavà und Pelé erstmals den WM-Pokal und Schweden verzeichnete den größten Erfolg seiner Fußballgeschichte.

Lange Zeit konnten sie nicht an diese Erfolge anknüpfen und verpassten wieder einige Qualifikationen für große Turniere. Erst 1970 erschien man wieder auf internationalem Parkett, schied aber bereits in der Vorrunde aus. Bei der Weltmeisterschaft 1974 landete man auf dem fünften Platz und 1978 wurde man Gruppenletzter und musste somit schon nach der Vorrunde nach Hause fahren und verabschiedete sich für 12 Jahre von den internationalen Turnieren.

Mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1990 erhob man sich wieder aus der Versenkung, scheiterte aber schon in der Vorrunde. Als Ausrichter der EM 1992 nahm Schweden erstmals an einer Europameisterschaft teil. Dort kam man mit gutem Fußball bis ins Halbfinale, scheiterte aber dann an der deutschen Nationalmannschaft. 1994 schaffte Schweden bei der WM 1994 den sensationellen dritten Rang, dem größten Erfolg der Neuzeit. An der EURO 2000 scheiterte die Mannschaft leider wieder bereits in der Vorrunde. Bei der Weltmeisterschaft 2002 kam Schweden zusammen mit England, Nigeria und Argentinien in die sogenannte Todesgruppe und war dort klarer Außenseiter. Die Mannschaft wurde aber ungeschlagener Gruppensieger. Bei der WM 2006 in Deutschland qualifizierte sich Schweden als Gruppenzweiter für die K.O.-Runde. Im Achtelfinale gegen das Gastgeberland konnten auch Stars wie Zlatan Ibrahimovic, Fredrik Ljungberg und Kim Källström die 0:2 Niederlage nicht verhindern. Hinzu kamen ein Platzverweis fast eine ganze Stunde vor Spielende und ein nicht verwandelter Elfmeter. Mit der Qualifikation zur EM 2008 gelang den Schweden die fünfte Turnierqualifikation in Folge.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 traf die schwedische Elf auf Kasachstan, Färöer, Deutschland, Irland und Österreich. Die ersten beiden Spiele gegen Kasachstan und Färöer gewannen sie. Eines der denkwürdigsten in der schwedischen Fußballgeschichte wurde das Spiel gegen die deutsche Nationalelf in Berlin. Bis zur 62. Minute lagen die Schweden 0:4 zurück, konnten aber in den letzten 30 Minuten mit Toren von Zlatan Ibrahimovic, Mikael Lustig, Johan Elmander und Rasmus Elm (in der Nachspielzeit) noch ausgleichen. Mit einem Unentschieden und einem Sieg gegen Irland, zwei Siegen gegen Österreich, Kasachstan und Färöer und einem Unentschieden und einer Niederlage gegen Deutschland sicherten sie sich den zweiten Gruppenplatz und qualifizierten sich damit für die Relegationsspiele. Das „Losglück“ bescherte ihnen Portugal als Gegner. Das erste Spiel verloren sie mit 1:0 durch ein Tor von Cristiano Ronaldo. Leider ging auch das zweite Spiel mit 3:2 durch drei Tore eines überragenden Ronaldo verloren. Daran konnte auch Zlatan Ibrahimovic mit seinen zwei Treffern nichts mehr ändern. Somit durfte Schweden zum zweiten Mal in Folge nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen.

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Schweden - ein Paradies für Landschaftsfotografen

Annette Weber

 

Im Norden Europas verändert sich das Spektrum der Sonnenstrahlen, bedingt durch den veränderten Lichteinfall. Das blaue Spektrum nimmt zu. Dieser veränderte Lichteinfall führt dazu, dass die Schatten länger werden und sich die Konturen der Motive dunkler und deutlicher abzeichnen. Eine perfekte Session für einen Landschaftsfotografen, denn die Landschaftsfotografie lebt vom Licht.  Da es in der Natur nicht künstlich erzeugt werden kann, muss man genau dieses Licht effektvoll einsetzen, das die Natur gerade bietet. Die Aufgabe des Fotografen besteht darin, den richtigen Moment zu erkennen,  in dem das Licht die Besonderheit der Landschaft hervorhebt.  Dann muss man nur noch abdrücken und das perfekte Landschaftsfoto ist im Kasten.

In Schweden treffen zwei gute Voraussetzungen für tolle Fotos aufeinander: Der Lichteinfall und das Landschaftsmotiv.

Schweden hat großartige, karge Landschaften, felsige Küsten, lange Sandstände, dunkle Wälder, tiefe Seen und weite weiße Schneelandschaften. Nicht immer scheint die Sonne, aber nach einem Regenschauer sind die Farben satter, und der Wolkenhimmel bietet oft interessante Konturen.

Großartige Motive entstehen auch durch Wasserspiegelungen. Das veränderte Farbspektrum des Lichteinfalls sorgt dafür, dass die kristallklaren Seen die Motive besonders scharf und deutlich reflektieren. Auf die Weise ist es möglich, Fotomotive zu finden,  die sich fast eins zu eins in einem See spiegeln. Fantastische Motive werden einem auf diese Art und Weise geboten.

Auch das Wetter bietet einem Naturfotografen unglaublich viele Möglichkeiten.  Unbelebte Gegenstände  bieten ganz neue Motive, die unter den Auswirkungen des Wetters in einer anderen Dramatik auf den Betrachter wirken. So kann man  eine Küstenlandschaft regenverhangen grau in grau in diffusem Licht wiedergeben,  es kann aber auch ein minimaler Nebelschleier die Szene in eine mystische Landschaft verwandeln.  Auch bizarre Wolkenbilder über einem Landschaftsmotiv sind ein Hingucker. Um die Faszination zu erhöhen, sollte man den Horizont niedrig wählen.

So passt in Schweden alles zusammen, was das Herz eines begeisterten Landschaftsfotografen höher schlagen lässt: ein abwechslungsreiches Farbenspiel durch den Wetterwechsel, ein besonderes Farbspektrum durch die nördliche Lage, eine fantastische und bizarre Landschaft und tolle Reflektionen durch die zahlreichen Gewässer.

 

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