Die Kirche von Nora

Nora liegt unweit von Örebro in der schwedischen Provinz Örebro län am Norasjön. Die idyllische Stadt ist eine von drei besonders schönen Holzstädten in Schweden und hat ca. 7000 Einwohner. In der Kleinstadt, in der das Leben ziemlich ruhig abläuft, gibt es wunderschöne Häuser, Cafés, Museen und andere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Auch die schöne Uferpromenade lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein.

Rund um Nora liegen Gruben und Hütten, die zum Bergbaugebiet Bergslagen gehören. 1856 wurde in Nora die erste Normalspureisenbahn in Betrieb genommen. Um mehr darüber zu erfahren, kann man das lokale Eisenbahnmuseum besuchen oder eine Fahrt mit der Museumsbahn von Nora nach Pershyttan machen. Nora ist auch berühmt für sein Speiseeis. Das NoraGlass wird seit 1923 ohne Konservierungsstoffe immer noch handgemacht hergestellt.

Etwas, dessen Besuch sich auch sehr lohnt, ist die Kirche von Nora. Egal, von welcher Seite man nach Nora kommt, eines sieht man immer zuerst, den Kirchturm, der stolze 55 Meter misst. Die jetzige Kirche wurde im romanischen Stil erbaut und ist wahrscheinlich die dritte. Sie wurde 1880 an gleicher Stelle wie ihre beiden Vorgänger errichtet und gehört zum Bistum Västerås.IMG_7681

Die Kanzel stammt noch aus dem Jahr der Erbauung, wurde aber mittlerweile an einen anderen Platz verschoben. Im Innenraum hat es 5 Holzskulpturen, die vom Künstler Arvid Backlund angefertigt wurden. Es sind Bischof Einar Billing, Martin Luther, Franciskus und die Apostel Paulus und Petrus. An der Nordseite stehen eine Mutter Maria- und eine Markus-Skulptur, die aus einer der früheren Kirchen stammen. Von Arvid Backlund stammt auch das Altarskreuz.

Zwischen 1934 und 1935 bekam die Kirche auch die wunderschön farbig gestalteten Chorfenster, die vom Künstler Einar Forseth stammen.Das Taufbecken aus Kalkstein, das an der Südseite des Chores steht, stammt auch noch von einer der früheren Kirchen. Unter dem imposanten Kronleuchter, der die Kirche schmückt, schwebt eine Taube und die Kirchenschiffdecke wurde mit wunderschönen Engeln ausgeschmückt. Die Mauerbilder, die in der Kirche zu sehen sind, wurden von Ragenhild Nordensten gemacht, der aus Nora stammte. An der Nordseite ist das Motiv „Jesus segnet die Kinder“ und an der Südseite „die Bergpredigt“ zu sehen. Die grosse Orgel stammt aus dem Jahre 1881 und wurde 1926 umgebaut. Sie hat 32 Stimmen. Die sechsstimmige Chororgel stammt von 1976. Die Kirche verfügt noch über einen Flügel und ein Cembalo. Es gibt noch viele weitere Inventare in der Kirche, die es lohnt, sich anzuschauen.

Die Kirche ist täglich von 9-17.00 für Besucher geöffnet und es lohnt sich, ein wenig in ihr zu verweilen.

Überhaupt ist der Besuch von Nora sehr empfehlenswert. Es ist ein wunderschön gelegener Ort und mit seinen schönen Holzhäusern fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt.

 

 

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