Der tragische Fall des Ronnie Peterson

Peterson - 1978 Dutch Grand Prix

Ronnie Peterson 1978 Dutch Grand Prix. Foto: Suyk, Koen / Anefo

Im Jahr 1978, als Björn Borgs Wimbledon-Höhenflug seinen Anfang nahm, erschütterte ein anderer Schwede auf ganz andere, tragische Art und Weise die Welt. Der damals 34 Jahre alte Bengt Ronald „Ronnie“ Peterson verstarb als einer der schnellsten Formel-1-Rennfahrer überhaupt bei einem Rennen in Monza, Italien.

Die Anfänge

1944 in Almby bei Örebro geboren, gelangte der blonde Schwede über das Kartfahren zum Rennsport. Über Stationen in der Formel 3 und Formel 2 schaffte er schließlich den Sprung in die Eliteklasse der Formel 1. Ab 1973 war Ronnie „Superswede“ Peterson fester Bestandteil des erfolgreichen Team Lotus.

Die Tragödie von Monza

Es ist der 10. September 1978. Als die Uhr in Monza, Italien, drei Uhr am Nachmittag anzeigt, sinkt die schwarz-weiß karierte Fahne zum Zeichen des Starts. Wenige Sekunden später ist der Start- und Zielbereich in schwarze Rauchschwaden eingehüllt. Bereits unmittelbar nach dem Start krachen mehrere Rennautos ineinander und es kommt zu einer Massenkarambolage. Der Fahrer James Hunt berührt mit seinem McLaren den vor ihm platzierten Ronnie Peterson, wodurch dieser in die Leitplanken krachte. Noch als der Lotus von Ronnie Peterson auf die Fahrbahn zurückschleudert, sind weitere Fahrer in den Unfall verwickelt – so auch Vittorio Brambilla. Dieser war als einer der letzten gestartet und versucht nun dem Unfall auszuweichen. Dennoch kollidiert er mit Petersons Lotus und erleidet seinerseits schwere Kopfverletzungen. Der Lotus geht sofort in Flammen auf. Dabei verletzt sich Peterson so schwer, dass später mehr als 20 Frakturen in beiden Beinen festgestellt wurden.  Die erlittenen Verbrennungen stellten sich als weniger schwerwiegend dar, sicher zum Dank an die Fahrer James Hunt, Regazzoni und Depailler, die den verletzten Peterson aus dessen brennendem Fahrzeug zerren. Während Peterson bei Bewusstsein auf der Fahrbahn liegt, versucht James Hunt diesen daran zu hindern, seine schwer verletzten Beine zu betrachten, um einen größeren Schock zu verhindern. Ronnie Peterson wird schließlich zusammen mit den anderen verletzten Fahrern in die Niguarda-Klinik in Mailand transportiert.

Ronnie-Peterson-Statue. Foto: Håkan Henriksson

Ronnie-Peterson-Statue. Foto: Håkan Henriksson

Ronnie Peterson und sein Vermächtnis

Aufgrund der schweren Knochenbrüche verstirbt Peterson in Folge einer Fett-Embolie bereits einen Tag später im Krankenhaus von Mailand. Schuld wird unter anderem bei der verspäteten medizinischen Versorgung auf und neben der Strecke gesucht. Die gesamte Rennsportszene trauerte mit Schweden  um den erst 34-Jährigen, wobei der Unglücksfall knapp zehn Jahre später wieder aufzuarbeiten war: Petersons Ehefrau, das Top-Model Barbro Edwardsson, nahm sich 1987 das Leben, da sie den Verlust ihres Mannes nicht verkraften konnte. Ronnie Peterson galt seinerzeit in den 70er Jahren als der schnellste Rennfahrer, was die reine Geschwindigkeit betraf. Zu seinen Ehren steht heute eine Statue in seiner Heimat Örebro. Der Unfall von 1978 hatte zur Folge, dass die FIA sowohl die Sicherheitsvorkehrungen am Streckenrand, als auch die Sicherheit im Auto stark verbesserte – zum Schutz der kommenden Rennfahrer.

Der Unfall

 

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Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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