Das Skandia-Theater in Stockholm

Skandia-Theater in Stockholm

Das Skandia-Theater in der Drottninggatan, einer von Stockholms bedeutendsten Fußgängerzonen. Foto: Holger.Ellgaard/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Von außen verrät das Skandia-Theater wenig. Auffällig vielleicht die geschwungenen Buchstaben des Schriftzuges, der im Herzen der schwedischen Hauptstadt zur belebten Drottninggatan hin leuchtet. Doch das Skandia-Theater ist eines der bekanntesten, wenn nicht gar das berühmteste Lichtspielhaus Stockholms.

Im Alltag hauptsächlich ein Wochenendkino, rückt das Skandia-Theater, schwedisch Skandia-Teatern oder einfach Skandia genannt, alljährlich im November stärker in den Blickpunkt. Wenn der rote Teppich zu Vorführungen und Veranstaltung anlässlich der Stockholmer Filmfestspiele ausgerollt wird.

Skandia-Theater ist ein „Meisterwerk“

Als das Skandia-Theater im September 1923 eröffnet wurde, galt es führenden Kunstkritikern als ein (architektonisches) Meisterwerk: Rote Farbtöne unter einer dunkelblauen, an einen Nachthimmel erinnernden Decke. Von der Decke hingen Lampen in Kugelform. Diese sollten den Eindruck von freiem Raum unterstützen. Die Eingänge zu den seitlichen Rängen waren wie kleine Hausfassaden gearbeitet. Mit schwarz und rot gehaltenen Oberflächen und goldfarbenen Verzierungen.

Der damals 852 Zuschauern Platz bietende Kinosaal sollte einer Freilichtbühne ähneln.

Es war die klassizistisch geprägte Architektur von Gunnar Asplund, der den Auftrag zur Gestaltung des als Uraufführungstheater geplanten Skandia-Theaters erhalten hatte. Asplund hatte bereits mit dem Waldfriedhof in Stockholm eines seiner bedeutendsten Werke geschaffen. Ein anderes, Stockholms stadsbibliotek, beschäftigte Asplund vor, während und auch noch nach der Einrichtung des Skandia.

Kinosaal im Skandia

Im Skandia Theater: Blick zur Leinwand. Foto: Holger.Ellgaard /https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Außer Asplund prägten Namen wie Leander Engström mit seinem Deckengemälde im Treppenhaus, Alf Munthe und Hilding Linnquist mit ihren Textildekorationen und andere Künstler das Skandia-Theater und dessen Atmosphäre.

Denkmal Skandia-Theater

Die Umbauten der folgenden Jahrzehnte, samt Umbenennung ließen von Asplunds „atmosphärischem Kino“ kaum etwas übrig.

Dies änderte sich ab Ende der 1980er Jahre. Die Schwedische Filmgesellschaft (SF) begann als Eigner des Skandia-Theaters den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. In diesem Zusammenhang bekam das Lichtspielhaus seinen Namen zurück.

Im Jahr 2000 wurde das Skandia unter Denkmalschutz gestellt.

Weitgehend in Originalzustand versetzt, öffnete das Skandia-Theater Ende 2001 wieder.

(Auch nach der Neueröffnung lief die Restaurierung weiter.)

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