Das Jahr in Schweden

Bild: Viktor Mildenberger / pixelio.de

Der Jahreswechsel ist die hohe Zeit der Kalender. Und auch in Schweden schauen jetzt viele wieder auf die rotmarkierten Tage im Almanach – und wie diese wohl in die persönliche (Frei-)Zeitplanung passen. Zum Glück ist gleich morgen schon so ein Feiertag: Der 6. Januar – „trettondagen“ oder Epiphany – ist in Schweden offizieller, arbeitsfreier Feiertag. Doch wie geht’s 2011 weiter auf dem Feiertag-Kalender?

Wie ein Land zu seinen Feiertagen kommt, hängt natürlich zumeist von Religion und Traditionen ab. Von daher ist das schwedische Kalenderjahr dem deutschen nicht unähnlich. Da sind die christlichen Feiertage wie Weihnachten, Epiphany, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Allerheiligen. Andere traditionelle oder weltliche Feiertage sind der Neujahrstag, der 1. Mai („Tag der Arbeit“), der Nationalfeiertag (6. Juni) sowie Midsommar.

Bild: wikimedia.commons

Dazu gesellen sich weitere „de-facto“-Feiertage wie der Weihnachts- und Silvesterabend, sowie der Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Aus der schwedischen Tradition heraus, viele Feiertage am Vorabend zu begehen, ergeben sich weitere „halbfreie“ oder De-facto-Feiertage: So ist etwa der Midsommar-Abend, immer ein Freitag, schon fast wichtiger als der eigentliche „Midsommardagen“. Darum schließen viele Betriebe ihre Pforten entweder ganz – oder bereits gegen Mittag.

Nicht ganz so extrem, aber auch in Vorfreude zum eigentlichen Feiertag, wird der Gründonnerstag gefeiert, der „Valborgsmässafton“ (30.April) sowie der Abend vor Allerheiligen. Wobei Letztere in neuerer Zeit mit anderen, öffentlichen Ereignissen zusammenfallen: die Walpurgisnacht etwa mit dem Geburtstag des Königs und der Allerheiligen mit allerlei „Helloween“-Gespuk.

Wichtig vor allem in der schwedischen Arbeitswelt sind die „klämdagar“: Brückentage. Ein Klassiker unter ihnen ist der Freitag nach Christi Himmelfahrt, aber auch übermorgen werden viele den „trettondag jul“ ins Wochenende hinein verlängern.

Inoffizielle Feiertage, aber aus Schweden nicht gut wegzudenken, sind der Lucia-Tag am 13. Dezember sowie der Semla-Dag am „Mardi gras“ – der anderswo zum Karneval-Feiern genutzt wird und eindeutig das Ende der Fastenzeit markiert. Des Weiteren gibt es in Schweden die althergebrachten „Flaggentage“ zu Ehren der königlichen Familienmitglieder, Alfred Nobels oder der Schlacht von Lützen.

Ein Überblick über öffentliche Feier- und Flaggtage in Schweden findet sich zum Beispiel hier. Eine sehr gute Beschreibung der schwedischen Festlichkeiten rund um’s Jahr gibt es auch bei Wikipdia in englischer Sprache – hier.

Quellhinweis Bild: pixelio.de

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  3. Detlef Engel sagt:

    Toller Artikel und Blog !!

    Kleine Anmerkung:

    Der Semla-Dag markiert den *Beginn* der Fastenzeit und nicht das Ende !

    🙂

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