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Ratan – Der „Hafen von Norrland“

Tullgården in Ratan

Der Tullgården in Ratan. Früher Zollhof, heute Gaststätte und Kulturzentrum. Foto: Hans Lindqvist /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Ratan ist ein kleines Dorf, rund 50 Einwohner zählend, etwa 50 km nördlich von Umeå. Holzhäuschen, ein paar Felder, ein paar Boote im Hafen und viel Ruhe im Schutz der Insel Rataskär. Doch an Zollhof, Wehren und Gräben, Kriegsgräbern, altem und neuem Mareograf lässt sich ablesen, dass Ratan mehr ist als ein Idyll an der Küste von Västerbotten. Ratan ist kulturgeschichtliches Erbe – ein Ort von nationalem Interesse.

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Olofsfors bruk – Industrie und Kultur

Olofsfors bruk

Die Verladerampe für den Hochofen von Olofsfors bruk. Foto: Xauxa, Håkan Svensson /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

„Anno 1762“ heißt das Café, das einst die Schule von Olofsfors war. Anno 1762 wurde Olofsfors bruk an den Ufern des Leduån gegründet. Heute zählt die Industrieanlage zu den besterhaltensten Eisenhütten in Schweden. Auch weil in die alten Gebäude neues Leben einzog.

Jährlich finden rund 25.000 Besucher den Weg zu dem Industriedenkmal, womit Olofsfors bruk zu den meistbesuchten Touristenzielen der Region Västerbotten (län) zählt.

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Piteå Summer Games – Fußball unter der Mitternachtssonne

IF Brommapojkarna (Sverige) vs FC Deren Sumida (Mongoliet).

Piteå Summer Games 2010: Abschluss in der Partie IF Brommapojkarna (Schweden) vs FC Deren Sumida (Mongolei). Foto: Jonas N /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Wenn Ende Juni die Piteå Summer Games mit einer großen Parade durchs Zentrum der nordschwedischen Stadt eröffnet werden, ist das der Auftakt für ein Wochenende ganz im Zeichen des runden Leders. Die Piteå Summer Games, kurz PSG, sind Schwedens zweitgrößtes Jugendfußballturnier. Dieses Jahr treffen sich zum 25. Mal Teams aus verschiedenen Ecken der Welt zum Kick unter der Mitternachtssonne.

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Värmland – Das „schöne, herrliche Land“

See StoraGla in Värmland
Seenlandschaft in Värmland: Der Stora Gla im Naturreservat Glaskogen im Westen der Provinz. Foto: Jörg Zipperer (= Pharcye) /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

„Oh Värmland, du schönes, du herrliches Land“, lässt sich die erste Zeile des Värmlandlieds übersetzen. Der Hymne der mittelschwedischen Provinz. Värmland gilt als Naturparadies, als Land des Wassers und der Wälder. Doch es ist auch Kulturland und Land der Kultur. Selma Lagerlöf setzte dem Landstrich und seinen Bewohnern nicht nur ein literarisches Denkmal.

Die „Krone der schwedischen Länder“

Värmland, im Lied sinngemäß die „Krone der schwedischen Länder“, liegt im Westen von Schweden. Erstreckt sich zwischen Dalsland, Vänern, Västergötland im Süden, Närke, Västmanland im Osten. Vom Osten bis in den Norden grenzt die Landschaft an Dalarna, im Westen an Norwegen. Oslo ist 100 km entfernt, Stockholm 250 km. Es ist ein dünn besiedelter Landstrich. Rund 311.000 Einwohner teilen sich gut 19.000 km².

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Norrbyskär und die Norrbyskären – Inselidyll von nationalem Interesse

Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan.

Im Musterort Norrbyskär: Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan, auf der Insel Långgrundet. Foto: Atteism /commons.wikimedia.org/

In Norrbyskär zu leben galt einst als Privileg, die Norrbyskären „bedeuteten die Welt“: Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf ein paar unbewohnten Inseln im Bottnischen Meerbusen eine der größten Sägewerksanlagen Europas. Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinde gegründet. Eine Modellgemeinde für Arbeiter und Angestellte, die „ideale Gesellschaft im Ozean“ sollte entstehen. Ein industrielles und kulturelles Erbe, dessen Erhalt von nationalem Interesse ist. Und ein beliebtes, eines der bedeutendsten Touristenziele in der Region.

Die Inselgruppe Norrbyskären liegt 40 Kilometer südlich der Kulturhauptstadt 2014 Umeå.  Etwa eine Viertelstunde dauert die Fährüberfahrt von dem Örtchen Norrbynan der Küste von Ångermanland, zur Anlegestelle auf Stuguskär, einer der größeren Inseln des Archipels im südlichen Kvarken.

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Kunst erleben im Bildmuseet Umeå

Umea Bildmuseet

2012 bezog das Bildmuseet Umeå den Neubau am Umeälven. Foto: Polly Yassin/ commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Das Bildmuseet Umeå ragt heraus – als Zentrum für zeitgenössische schwedische und internationale Kunst und visuelle Kultur. Zum einen. Im wahrsten Sinne des Wortes heraus ragt das Bildmuseet seit dem Umzug in sein neues Domizil: Ein siebengeschossiger Holz- und Glas-Turm am Umeälven.

1981 öffnete das Bildmuseet erstmals seine Türen. Eingerichtet wurde es von der Universität Umeå. Unter anderem mit der Intention staatliche Kunst, beispielsweise aus dem Besitz des Nationalmuseums oder des Moderna museets auch im Norden zu zeigen. 30 Jahre hatten zeitgenössische Kunst, Fotografie, Design und Architektur, Lesungen, Vorträge, Workshops, musikalische und künstlerische Darbietungen ihren Platz auf 1.200 Quadratmetern in einem Bau neben dem Västerbotten-Museum.

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Schwedens Geschichte: Beginn der schwedischen Expansionspolitik

Reval im Jahre 1561

Im Zuge seiner Expansionspolitik errang Schweden die Herrschaft über Reval. Die Abbildung zeigt die Stadt im Jahr der Eroberung, 1561. Aus: Baltischer Kulturhistorischen Bilder-Atlas 1886 /commons.wikimedia.org/

Nach Auflösung der Kalmarer Union war Schwedens Geschichte von der Begründung und dem Aufstieg der Vasa-Dynastie geprägt. Dominierten zunächst die inneren Probleme die Politik, zeichnet sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Wandel ab – der Beginn der schwedischen Expansionspolitik im Ostseeraum.

War es für die Stabilisierung des schwedischen Königreichs nach dem Ausscheiden aus der Kalmarer Union äußeren Frieden zu schaffen, zeichnete sich unter Gustav Vasas Nachfolgern schon bald ein Wandel in der Außenpolitik ab. Wobei die Bruderkämpfe um Gustav Vasas Erbe nicht ohne Folgen auf die außenpolitischen Konstellationen blieben.

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Småland aus der Vogelperspektive

Abendstimmung in Smaland

Abendstimmung in Småland. Foto: Florian Plag/ flickr.com (CC BY 2.0)

Småland aus der Vogelperspektive – in rasanter Fahrt am Drahtseil. Diese Aussicht eröffnet sich Besuchern im südöstlichen Småland. Ende Mai wird die Zip Line „Little Rock Lake“ eröffnet.

Der Blick reicht weit über Sågebäckens Kronopark im Glasreich. Über Baumkronen, über Änghultasjön bei Klavreström und den Värgöl, im Süden der Gemeinde Vetlanda, etwa 50 km nordöstlich von Växjö. Der Blick, bevor es im Gurtgeschirr am Drahtseil sausend von Station zu Station geht.

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Holmön – Schwedens sonnigste Insel

Holmön Vegetation

Vegetation am Ufer von Holmön. Foto: Mikael Lindmark /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 2.5)

Gotland oder Öland. Falsch. Holmön heißt Schwedens sonnigste Insel. Doch nicht nur für seinen Sonnenreichtum ist das Eiland bekannt: Holmön ist Tor und Zentrum der Holmöarna, einer abwechslungs- und artenreichen Inselwelt im Bottnischen Meerbusen. Zur Natur kommt Kultur. So findet alljährlich das Visfestival auf Holmön statt. In diesem Jahr feiert das renommierte Song Festival seinen 20. Geburtstag – mit einem Sonderkonzert in der Kulturhauptstadt Umeå.

Holmön und Umeå trennen rund 30 km. Eine 45-minütige Seereise von Norrfjärden, nördlich der Kulturhauptstadt 2014, bis Byviken. Dem Fähr- und Jachthafen auf Holmön. Ausgangspunkt für Erkundungen der Inselwelt Holmöarna vor der Küste von Västerbotten.

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