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Schwedens Geschichte: Ende der Eiszeit und erste Besiedlung

„Vom Eise befreit …“ heißt es nicht nur in Goethes Osterspaziergang.

Vor etwa 40.000 Jahren lag Nordeuropa bis weit in die norddeutsche Tiefebene unter einem dicken Eispanzer. Der Höhepunkt der letzten großen Eiszeit. Mit einsetzendem milderen Klima zog sich das Eis langsam zurück. Etwa um 12.000 v.Chr. war der südliche Teil des heutigen Schwedens eisfrei. Leben konnte sich entfalten.

Hinterlassenschaft der Eiszeit: Findling "Alter Schwede" bei Hamburg, Foto: Bernd Sterzl / pixelio.de

Hinterlassenschaft der Eiszeit: Findling "Alter Schwede" bei Hamburg, Foto: Bernd Sterzl / pixelio.de

Nach und nach nahm Vegetation Besitz über die Geröllfelder, die das Eis hinterließ. Grundlage für das Leben von Tier – und Mensch. Es waren Jäger und Sammler, die vor rund 13.000 Jahren nach Südschweden vorstießen und die ersten Spuren menschlichen Lebens hinterließen. In diese Zeit fallen die ältesten Siedlungsfunde aus Schonen.

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Schwedisches Erbe: Der Schwedenspeicher in Stade

Schwedenspeicher und Alter Hafen

Blick auf den Schwedenspeicher und den Alten Hafen. Foto: Axel Hartmann, Quelle: Museen Stade.

Stade, einst blühende Hansestadt, fiel zum Ende des Dreißigjährigen Krieges unter schwedische Herrschaft. Steinerne Zeugnisse dieser 67-jährigen Ära prägen auch heute noch das Stadtbild. So ein barocker Backsteinbau am Alten Hafen – der Schwedenspeicher.

Mit dem 41 m langen, 16 m breiten und fast 20 m hohen Gebäude haben die schwedischen Besatzer ein monumentales Baudenkmal hinterlassen. Der Schwedenspeicher zählt zu den bedeutendsten profanen Barockbauten in Nordeuropa.

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Auf Wachstumskurs: Übernachtungszahlen in Schweden weiter gestiegen

Die Zahl der Übernachtungen in Schweden stieg 2010 weiter an. Damit verbuchen Hotels, Campingplätze, Ferienhaussiedlungen, Jugendherbergen sowie Hostels das sechste Jahr in Folge ein Wachstum. Die Gesamtzahl der Gastübernachtungen belief sich, nach Nutek¹, dem schwedischen Zentralamt für wirtschaftliches und regionales Wachstum, auf 52,5 Millionen, eine Steigerung um 3,0 Prozent gegenüber 2009.

Panoramablick auf Stockholm © Horst Schröder / pixelio.de

Panoramablick auf Stockholm © Horst Schröder / pixelio.de

Die stärksten Zuwächse konnten demnach die Insel Gotland und die Bezirke Uppsala, Norbotten sowie Värmland verzeichnen. Die meisten Gastnächte zählte mit mehr als zehn Millionen – ein Plus von 6,8 Prozent – die Hauptstadt Stockholm und Umland, gefolgt von Västra Götalands län mit Göteborg. Womit sich der Trend des Großstadttourismus bestätigt. Dieser zeigte in den letzten Jahren das stärkste Wachstum.

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Nostalgicum – Reise in die 50er und 60er

Seit fast zwei Jahren bereichert ein Museum der besonderen Art Göteborgs Kulturlandschaft. In der Altstadt der Westküstenmetropole lädt das kulturhistorische Museum Nostalgicum zur Zeitreise in die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein. Doch nicht nur thematisch nimmt das kleine Museum eine besondere Rolle ein.

Getragen von einem gemeinnützigen Verein erzählt das Nostalgicum in einer Dauerausstellung ein Stück schwedischer Alltagsgeschichte der 50er und 60er Jahre. Was aber keineswegs heißt, dass Nichtschweden der Generation 50 plus nicht auch einen Teil ihres Lebens wiederfinden. Petticoat, Lockenwickler, Elvis Presley und Joan Baez, das Design der Zeit sind in ganz Europa und darüber hinaus im Gedächtnis verankert. Für die Jüngeren bietet sich ein Einblick in die Kindheit, Jugend ihrer Eltern oder Großeltern. Zudem werden die großen Themen jener Epoche, Ost-West, Vietnam nicht ausgespart. Mit einem Spagat zwischen privat und der großen Welt, versucht die Ausstellung den Zeitgeist zu vermitteln. Immer unter Berücksichtigung schwedischer Eigenheiten.

Dabei baut das Nostalgicum auch auf kleinere, zusätzliche Ausstellungen. So gab es im vergangenen Jahr eine Ausstellung zur „schwedischen Sünde“, welche die Zeit von den zugeknöpften 50ern bis zur sexuellen „Befreiung“ der 60er Jahre dokumentierte.

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Grebbestad im Austernfieber

Am 14. Mai ist es wieder soweit: gewetzte Messer, Schalensplitter im Sekundentakt. Der ein oder andere Finger bleibt auch nicht verschont. Im westschwedischen Grebbestad trifft sich die Elite der nordischen Austernöffner um ihren Meister zu küren.

Ostrea edulis (Europäische Auster) © =mc2/ flickr.com

Während am Abend des 14. Mai die mehr oder weniger feingeistigen Darbietungen zum Eurovision Song Contest über die europäischen Bildschirme flimmern, steht in Grebbestad, rund zwei Stunden nördlich von Göteborg, ein Wettbewerb der rustikaleren Art im Mittelpunkt. Seit 2006 finden in dem kleinen Fischerdorf die Nordischen Meisterschaften im Austernöffnen statt.

So heißt es auch im sechsten Jahr dieses Kräfte- oder vielmehr Geschicklichkeitsmessens für Köche aus dem skandinavischen Raum 30 Austern in kürzester Zeit zu öffnen. Und das ohne das zarte Fleisch der exquisiten Meeresfrucht zu verletzen. Das soll schließlich Jury und Gästen serviert werden.

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Goldenes Kreuz auf blauem Grund

Mal flattert das strahlend goldgelbe Kreuz auf mittelblauem Grund im Wind, mal hängt es schlaff am Fahnenmast – Schwedens Nationalflagge ist allgegenwärtig, nicht nur zu den offiziellen Hisstagen.

Foto: Tage Olsin, Hofres/ Wikipedia

Foto:Tage Olsin, Hofres/ Wikipedia

In seiner heutigen Form wurde das Staatssymbol 1906 offiziell (wieder) eingeführt. Aussehen und Farben sind seit 1982 im schwedischen Flaggengesetz festgeschrieben. Als Zeichen der Verwandtschaft und Zugehörigkeit der nordischen Staaten- und Völkerfamilie trägt die schwedische Flagge das skandinavische Kreuz, auch als Kreuz des Nordens bezeichnet. Als dessen Ursprung gilt das St. Olafskreuz des dänischen Danebrog, dem Urtyp der nordischen Flaggenwelt.

So ist es naheliegend, auch aufgrund der gemeinsamen Geschichte und zeitweiligen Verbundenheit Schwedens mit Dänemark, dass der um 1200 als Flagge aufkommende Danebrog als Vorbild für die schwedische Flagge diente. Doch wie kam es zu Gelb und blau?

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