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Camping in Schweden: Camping Card Scandinavia

Urlaubszeit – Reisezeit – Campingzeit: Tausende Urlauber zieht es während ihrer „schönsten Zeit des Jahres“ mit Wohnmobil, Wohnwagen oder einfach mit einem Zelt bepackt gen Norden, nach Schweden. Egal wohin es einen verschlägt, ein Campingplatz ist meist nicht weit. Doch für uneingeschränkten Campinggenuss wird die Camping Card Scandinavia benötigt.

Am Barkensee bei Västeras. Foto: bermuda5555  / pixelio.de

Am Barkensee bei Västeras. Foto: bermuda5555 / pixelio.de

 

Schweden ist Campingland. Der Großteil der schwedischen Campinganlagen gehört dem schwedischen Camping- und Ferienhausverband (Sveriges Camping- och Stugföretagares Riksorganisation, SCR) an. Genauer gesagt sind es 500 SCR-Campingplätze. Um sich (legal) Zugang zu diesen Plätzen zu verschaffen, ist die Camping Card Scandinavia (CCS) mit gültiger Jahresmarke Pflicht. Was nicht nur auf Gegenliebe stößt.

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Der Göta-Kanal – Schwedens Bauwerk des Jahrtausends

Über 190 Kilometer schlängelt sich eines der größten Bauprojekte Schwedens durch die Landschaft. Passiert im Verlauf von Mem an der Ostsee bis Sjötorp am Vänern 58 Schleusen, 50 Brücken, fünf Seen und überwindet knapp 92 Meter Höhenunterschied. Anziehungspunkt für Naturliebhaber und Schwedenreisende: Der Göta-Kanal zählt zu den wichtigsten kulturhistorischen Bauten Schwedens und wurde als Bauwerk des Jahrtausends gekrönt.

Göta-Kanal, Schleuse Motala. Foto: Allie_Caulfield/ flickr.com, (CC BY 2.0)

Göta-Kanal, Schleuse Motala. Foto: Allie_Caulfield/ flickr.com, (CC BY 2.0)

 

„200 Jahre Göta-Kanal“ hieß es vergangenes Jahr. Was da gebührend gefeiert wurde, war der erste Spatenstich eines Mammutprojektes im Jahr 1810. Bis zur Fertigstellung sollten noch mehr als zwei Jahrzehnte vergehen. Doch die 22 Jahre Bauzeit sind nichts, im Vergleich zu den Jahrhunderten, die es dauerte bis die Idee dieser Wasserstraße Wirklichkeit wurde.

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Myotis alcathoe – Seltene Spezies in Schweden

Schwedens Fauna ist um eine Art reicher. Seit letztem Jahr zählt die Myotis alcathoe – die Nymphenfledermaus – zu den heimischen Fledermausarten. Diese seltene Spezies wurde erstmals 2008 in den südschwedischen Regionen Skåne und Blekinge beobachtet. Nun ist die „nymffladdermus“ als neunzehnte Fledermausart in Schweden anerkannt.

Die Myotis alcathoe wird der Gattung der Mausohren zugeordnet. Der Flugsäuger weist starke Ähnlichkeiten mit der Kleinen Bartfledermaus auf, was selbst bei Experten zu Verwechslungen führen kann. Dies ist vielleicht ein Grund, dass es sich bei der Nymphenfledermaus um eine relativ neue Art handelt.

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Bunge Vandrarhem – „Kissen des Jahres“ 2010

Familie Boman konnte strahlen. Die Betreiber der Jugendherberge Bunge im Norden Gotlands hielten gerade das „Kissen des Jahres“ (Årets kudde) in den Händen. Diese Auszeichnung vergibt der Schwedische Tourismusverband an die beste und beliebteste Herberge des Jahres. Der Sieger wird mittels Besucherstatistik und öffentlicher Abstimmung auf der Website des Tourismusverbandes gekürt.

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Schloss Kalmar – Schlüssel zu Schweden

Einst Trutzburg, heute der besterhaltene Renaissance-Palast Nordeuropas und beliebtes Touristenziel thront das Schloss auf einer kleinen Halbinsel im Süden der Stadt Kalmar. „Schlüssel zum Königreich“, Gefängnis, Getreidespeicher, Schnapsbrennerei. Tragende Rolle in der skandinavischen Politik und Verfall. Am Ufer der Ostsee trotzen die Mauern Schloss Kalmars seit über 800 Jahren einer wechselvollen Geschichte.

Schloss Kalmar. Foto: Percita / flickr.com, (CC BY-SA 2.0)

Schloss Kalmar. Foto: Percita / flickr.com, (CC BY-SA 2.0)

Die lange Historie hat ihre Spuren an einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Schwedens hinterlassen. Seit dem 19.Jahrhundert dauern die Restaurierungsarbeiten an den Gemäuern, deren Ursprung im 12.Jahrhundert liegt, an.

Zu jener Zeit waren die östlichen Küsten Schwedens ständigen Angriffen und Raubzügen unter anderen durch Piraten und Dänen ausgesetzt. Unter Knut Eriksson wurden Schutzmaßnahmen gegen Feinde, die von der See die Häfen und Städte bedrohten, ergriffen. So entstand auch am Kalmarsund um 1180 ein Verteidigungsturm. Mit der Stadt Kalmar wuchs die Verteidigungsanlage. Ende des 13. Jahrhunderts entstand um den Verteidigungsturm eine Burganlage mit Ringmauer samt vier Rundtürmen. Diese Türme waren lange Zeit einzigartig in Skandinavien.

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Vandalorum – Kunst und Design in „Scheunen“

Inmitten der Wiesen und Wälder des småländischen Värnamo fand ein mit Spannung erwartetes Kunstereignis statt. Vandalorum, das neue internationale Zentrum für Kunst und Design wurde eröffnet. Als Zentrum, Treffpunkt und Aushängeschild für Smålands Kreative und Präsentationsort für internationale Kunst- und Designausstellungen soll Vandalorum Strahlkraft entfalten.

Småland, Glasreich, Zentrum der schwedischen Möbelindustrie und seit über 100 Jahren Sammelbecken für Künstler und Designer, wie Bruno Mattson. Mattson lebte und wirkte in den 30 Jahren des letzten Jahrhunderts als Architekt und Möbeldesigner in Värnamo. Oder Sven Ljungberg. Dem im vergangenen Jahr verstorbenen Maler und Grafiker ist in Ljungby ein eigenes Museum gewidmet. Ljungberg, mehrjähriger Rektor der Königlichen Kunstakademie, ist auch einer der Initiatoren eines zentralen Kunstzentrums in Småland, als Kopf der 1958 gegründeten småländischen Künstlervereinigung.

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Kneippbyn – Familienurlaub in Pippis Nachbarschaft

Vor den Toren der altehrwürdigen Hanse- und Weltkulturerbestadt Visby liegt die Urlaubs- und Freizeitanlage Kneippbyn. Nach eigenen Angaben die „feinste und am schönsten gelegene Freizeitanlage“ und das „modernste Freizeitressort“ Gotlands. Das mag sein, verblasst aber neben der Tatsache, dass in Kneippbyn die Villa Villekulla, Pippi Langstrumpfs Villa Kunterbunt steht. Das  Original, wohlgemerkt!

Zu verdanken ist das Olle Hellbom, der in der reizvollen gotländischen Landschaft Ende der 60er Jahre mehrere Pippi-Langstrumpf-Filme drehte. Da das wahrscheinlich berühmteste Haus Schwedens aber dem Militär im Weg war, wurde es kurzerhand auf einen kleinen Campingplatz südlich von Visby verfrachtet. Da steht die Villa noch heute, als Anziehungsmagnet des Vergnügungsparks Kneippbyn.

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Schwedens Geschichte: Ende der Eiszeit und erste Besiedlung

„Vom Eise befreit …“ heißt es nicht nur in Goethes Osterspaziergang.

Vor etwa 40.000 Jahren lag Nordeuropa bis weit in die norddeutsche Tiefebene unter einem dicken Eispanzer. Der Höhepunkt der letzten großen Eiszeit. Mit einsetzendem milderen Klima zog sich das Eis langsam zurück. Etwa um 12.000 v.Chr. war der südliche Teil des heutigen Schwedens eisfrei. Leben konnte sich entfalten.

Hinterlassenschaft der Eiszeit: Findling "Alter Schwede" bei Hamburg, Foto: Bernd Sterzl / pixelio.de

Hinterlassenschaft der Eiszeit: Findling "Alter Schwede" bei Hamburg, Foto: Bernd Sterzl / pixelio.de

Nach und nach nahm Vegetation Besitz über die Geröllfelder, die das Eis hinterließ. Grundlage für das Leben von Tier – und Mensch. Es waren Jäger und Sammler, die vor rund 13.000 Jahren nach Südschweden vorstießen und die ersten Spuren menschlichen Lebens hinterließen. In diese Zeit fallen die ältesten Siedlungsfunde aus Schonen.

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Schwedisches Erbe: Der Schwedenspeicher in Stade

Schwedenspeicher und Alter Hafen

Blick auf den Schwedenspeicher und den Alten Hafen. Foto: Axel Hartmann, Quelle: Museen Stade.

Stade, einst blühende Hansestadt, fiel zum Ende des Dreißigjährigen Krieges unter schwedische Herrschaft. Steinerne Zeugnisse dieser 67-jährigen Ära prägen auch heute noch das Stadtbild. So ein barocker Backsteinbau am Alten Hafen – der Schwedenspeicher.

Mit dem 41 m langen, 16 m breiten und fast 20 m hohen Gebäude haben die schwedischen Besatzer ein monumentales Baudenkmal hinterlassen. Der Schwedenspeicher zählt zu den bedeutendsten profanen Barockbauten in Nordeuropa.

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