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ICA: Gut einkaufen seit 100 Jahren

Die Einkaufsgemeinschaft für selbstständige Kaufleute startete 1917 und wurde 1939 zur "Inköpscentralernas AB Ica". Foto: ICA-Gruppen

Die Einkaufsgemeinschaft für selbstständige Kaufleute startete 1917 und wurde 1939 zur „Inköpscentralernas AB Ica“. Foto: ICA-Gruppen

Von Lappland im Norden bis Skåne im Süden kennt sie jeder: Die ICA-Geschäfte. Sie sind Einkaufszentrum, Treffpunkt und Arbeitsplatz für die örtliche Bevölkerung und halten den Handel selbst an kleinsten Orten lebendig. Viele Touristen lernen ICA bereits kurz nach ihrer Ankunft kennen, denn die Märkte sind beliebte Anlaufstellen für frische Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Der Vertrauensvorschuß kommt nicht von ungefähr, – schließlich gibt es ICA schon seit 100 Jahren! 2017 feiern die Kaufleute zusammen mit den Kunden das große Jubiläumsjahr.

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Schweden: Ein Land mit Sommerferien-Kultur

Traum und Tradition vieler Schweden. Ein Sommerhaus. Foto: Johan Willner, Imagebank Sweden.

Traum und Tradition vieler Schweden. Ein eigens Haus für die Sommerferien. Foto: Johan Willner, Imagebank Sweden.

Die schwedische Sommerferien-Kultur ist bekanntlich sehr ausgeprägt: Die meisten Angestellten nehmen jetzt ihren großen Jahresurlaub und bleiben bis zu 4-5 Wochen der Arbeit fern. Viele finden Erholung traditionell im Sommerhaus („stuga“, „frtidshus“), machen also Ferien im eigenen Land und doch weitab der eigenen vier Wände. Laut Statistik haben rund 55 Prozent der Schweden Zugang zu einem Sommerhaus, während sich rund 20 Prozent selbst glückliche Ferienhaus-Besitzer nennen können.

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Räuberwald mit Schärengarten

„Junker Jäger“-Stein im Räuberwald Tiveden. Bild: Zejo, wikimedia.commons

Es gibt sie noch, die Orte, die der Mensch der Natur einfach überlassen hat. Zwischen den großen schwedischen Seen Vänern und Vättern liegt so ein Naturreich – der heutige Nationalpark Tiveden. Schon in alten Zeiten wuchs hier ein Wald, in dem nur wilde Tiere und die sprichwörtlichen Räuber lebten. Tiveden, oder auch „Trolltiven“ genannt, war damals „Grenzwald“ und bildete die natürliche Barriere zwischen Götaland und Svealand. Ein unzugängliches Gebiet voller Gefahren. Und wer es dennoch durchqueren musste, war nicht zu beneiden…

Heute ist es umgekehrt: Wer Zeit hat, Tiveden zu erkunden, ist wirklich zu beneiden. Nach wie vor an vielen Stellen  im „Urzustand“, ist das Waldgebiet eines der Schönsten, das Schweden zu bieten hat. Durch den schroffen Untergrund mit bis zu 50 Meter tiefen Risstälern hat sich eine urtümliche Landschaft erhalten, auf der nicht einmal die Forstwirtschaft Fuß fassen konnte. Felsblöcke, Grotten, Gesteinsrücken und moosgefüllte Täler inspirierten vielmehr zu Märchen und Legenden. Noch in moderner Zeit galt der Wald als verwunschen.

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Margot Wallström traut sich was

Foto: Johannes Jansson/ norden.org [CC BY 2.5 dk (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5/dk/deed.en)], via Wikimedia Commons

Foto: Johannes Jansson/norden.org [CC BY 2.5 dk], via Wikimedia Commons

Sie gilt als „Frau von Format“ und ist in der aktuellen schwedischen Regierung unter Staatsminister Stefan Löfven wohl eine der bekanntesten Politikerinnen des Landes. Margot Wallström steht als schwedische Außenministerin naturgemäß im internationalen Rampenlicht und profiliert sich hier mitunter stärker als „ihr Chef“ Löfven.

Mit mutigen Maßnahmen, unkonventionellen Äußerungen und Vorschlägen sorgt sie für Aufmerksamkeit – und landet häufig im Kreuzfeuer. Auch vor heimischer Kulisse, wo Wallström jüngst eine moderne Neuauflage der Wehrpflicht vorschlug.

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Elisabeth Hesselblad: Schwedische Heilige der Neuzeit

Elisabeth Hesselblad, 1870-1957

Elisabeth Hesselblad, 1870-1957

Dem Vorbild der Heiligen Birgitta (1303-1373) sind viele Ordensschwestern katholischen Glaubens seit dem Mittelalter gefolgt. Dass Schweden nach Birgitta nun eine weitere Heilige vom gleichen Orden bekommt, ist selbst für die katholische Glaubensgemeinschaft anno 2015 eine kleine Überraschung: Die schwedische Selige Elisabeth Hesselblad soll von Papst Franziskus im so genannten „Heiligen Jahr 2016“ in den Heiligenstand erhoben werden. Dies gab der Vatikan kurz vor Weihnachten 2015 bekannt.

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Tödliche Schüsse in Göteborg

Um 8 Uhr morgens klingelte bei uns das Telefon, und meine Freundin Tini aus Deutschland war dran. So früh lässt sie normalerweise nie von sich hören, aber ihre Stimme klang besorgt: „Ich wollte nur wissen, ob mit dir alles in Ordnung ist“, sagte sie. Und dann erfuhr ich erst durch sie, dass es in der Nacht eine wilde Schießerei in Göteborg gegben hatte. Mit Kalschnikows bewaffnete Männer hätten wahllos in eine vollbesetzte Kneipe geschossen, Toten und Verletzte wären zu beklagen.

Ein schneller Blick ins Internet gibt Gewissheit, und eine Art perfide Erleichterung, – hatte die blutige Tat doch „nur“ mit der schon bekannten Bandenkriminalität in Göteborgs Norden zu tun. Dort gebärdet sich eine Gruppe junger Männer in Mafia-Manier als Drogenbosse und Geldwäscher. Göteborg als Klein-Chicago… Schüsse zwischen den rivalisierenden Clans fielen bisher nur sporadisch, nachts, in dunklen Gassen. Aber diesmal sind wir alle zur Zielscheibe geworden.

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Donnerstag: Erbsensuppe – Eine Spezialität mit eigenem Wochentag

Foto: Susanne Walström, imagebank.sweden.se

Foto: Susanne Walström, imagebank.sweden.se

Schwedische Hausmannskost hat vor allem im Winterhalbjahr Hochkonjunktur. Und wenn es ein Gericht gibt, das sich dabei besonders nach dem Kalender richtet, dann ist es die Erbsensuppe. Denn die schwedische „ärtsoppa“ gibt es von September bis Mai immer donnerstags: in den Lunch-Restaurants, in Schulen, in Altersheimen und in der Armee.

Wirte und Großküchen sind auf diese Tradition eingestellt. Und die Gäste sind es auch! Die Erbsensuppe muss mit ins Angebot an einem Donnerstag, – selbst wenn zahlreiche Alternativen auf der Speisekarte stehen. Dabei fragt man kaum noch nach den Hintergründen. Warum gerade Donnerstag? Die deftige Spezialität hat ihre Wurzeln in frühen Zeiten, vielleicht sogar bei Thor – dem Donnergott, nach dem der Donnerstag benannt wurde.

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Schwedisches Vörtbröd: Eine Stulle in Weihnachtsstimmung

"Vörtbröd" im Brotkorb gleich neben dem Knäcke. Foto: wikimedia.commons (CC BY-SA 2.0)

„Vörtbröd“ im Brotkorb gleich neben dem Knäcke. Foto: wikimedia.commons (CC BY-SA 2.0)

Das ganze Jahr verschwendet man keinen Gedanken daran, – und plötzlich ist es wieder da: Das „Vörtbröd“, eine herrlich saftige, schwedische Brotsorte zu Weihnachten. Das Vörtbröd ist Grundnahrungsmittel und Spezialität zugleich: Es ist im Advent in jedem Supermarkt, in Bäckereien und Markthallen zu kaufen wie ein ganz alltägliches Brot. Doch zugleich ist das „Würzbrot“ der Vorbote für Weihnachts-Schlemmerei und erste Wahl für viele Schweden, die den kraftig-malzigen Geschmack mit Rosinen und winterlichen Gewürzen nur zu dieser Zeit genießen können.

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Der Polarfuchs lockt ins schwedische Fjäll

Graues Sommerkleid, weiß im Winter: Der Polarfuchs, - "fjällräven" auf schwedisch

Graues Sommerkleid, weiß im Winter: Der Polarfuchs, – „fjällräven“ auf schwedisch. Foto: Staffan Widstrand.

Fjällräven ist nicht nur eine angesagte Outdoor-Marke für Jacken und Pullover. „Fjällräven“ ist der schwedische Name für den seltenen und scheuen Polarfuchs, der zum Symbol eines empfindlichen Ökosystems geworden ist. Der „fjällräv“, in der direkten Übersetzung eigentlich „Bergfuchs“, hat rund um den Nordpol seine Heimat.

Während er in Kanada und in der russischen Tundra noch zahlreich vorhanden ist, bekommt man ihn in Skandinavien eher selten zu sehen. Auf einem schmalen Streifen von der Kola-Halbinsel bis nach Fjordnorwegen hält sich der Polarfuchs in der Berglandschaft versteckt, – immer nah an seinem Lieblingsfutter, den Berglemmingen. Die kleinen Nager bestimmen über Wohl und Wehe des Polarfuchses, denn wenn sie zahlreich sind, lebt auch ihr Jäger im Überfluss. In Schweden sprechen Naturschützer daher von „guten und schlechten Lemming-Jahren“.

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