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Rolf Lassgård – der schwedischste aller schwedischen Schauspieler

Mittlerweile gibt es ja in Deutschland ein paar schwedische Schauspieler, die auch dem breiten Fernsehpublikum bekannt sind. Einer der ersten, oder vielleicht DER erste, der sich hierzulande einen Namen gemacht hat, ist allerdings Rolf Lassgård.

Bekannt wurde er durch die Kultfigur Kurt Wallander. Die Romane des schwedischen Autors Henning Mankell und deren Verfilmungen lösten einen regelrechten Schweden-Boom in Deutschland aus. Die Rolle war Lassgård geradezu auf den Leib geschrieben. Der Polizist, der persönlich mit einigen Schwächen und Problemen zu kämpfen hat, verbeißt sich in seine Arbeit im Polizeirevier Ystad. Im Anschluss an die Verfilmung der Romane entstand eine TV-Serie um die Figur Kurt Wallander. Diese Rolle ging aber an Krister Henrikkson, der einen ganz anderen Typen verkörperte. Auch eine britische Verfilmung der Wallander-Romane gab es, diese mit Kenneth Branagh in der Hauptrolle. Für die meisten Zuschauer in Schweden und in Deutschland gilt aber Lassgård als der einzig „wahre“ Wallander.

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Harald Edelstam – der Mann, der kein Unrecht vertrug

Der Film "die schwarze Nelke"

 

Menschen wie Harald Edelstam findet man in der Geschichte nur sehr, sehr selten. Wallenberg und Schindler sind Namen, die einem einfallen, die Liste ist kurz. Eigentlich sollten Edelstams Taten auf dem Lehrplan jeder Schule stehen. Dies gerade in Zeiten, in denen Mut und Zivilcourage außer Mode gekommen sind, besonders im politischen Umfeld.

Doch wer war dieser besondere Mensch eigentlich?

Gustaf Harald Edelstam wurde 1913 in Stockholm geboren und starb 1989 an einem Krebsleiden. Er war schwedischer Diplomat in verschiedenen Ländern dieser Erde. Bekannt wurde er durch seine unkonventionelle und furchtlose Art, mit der er unzähligen Oppositionellen und Flüchtigen in und aus diktatorischen Staaten, das Leben rettete.

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Guldbaggen 2012

Jedes Jahr stellt sich in Schweden die spannende Frage: Wer gewinnt ihn diesmal, den Guldbagge. Der Goldkäfer ist der große Filmpreis des Landes und im schwedischen Film-Business das Top-Thema schlechthin.

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Der Schauspieler Michael Nyqvist

Was hat dieser Mann, dass derzeit beinahe jede starke Rolle, die in einem schwedischen Film zu vergeben ist, an ihn geht? Was ist so besonders an diesem auf den ersten Blick so unscheinbaren Mann, der immer ein bisschen nachlässig daher kommt?

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Filmkritik: Morden i Sandhamn

Morden i Sandhamn – der Mord in Sandhamn

Ein wunderbarer Sommermorgen im Stockholmer Schärengarten. Nora Linde (Alexandra Rapaport), die hier Urlaub macht, radelt mit ihren beiden kleinen Kindern an den Strand, um den Tag mit einem erfrischenden Bad zu beginnen. Doch welch ein Schock! Im Wasser treibt eine Leiche, eingewickelt in ein Fischernetz. Mit der Aufklärung des Falls wird der Stockholmer Kriminalinspektor Thomas Andreasson (Jakob Cedergren) betraut, der die Inseln wie seine Westentasche kennt. Auch Nora Linde ist keine Unbekannte für ihn. Beide haben ihre Jugend in Sandhamn verbracht. Mittlerweile ist Nora Bankjuristin und verbringt nur noch ihre Urlaube in den Schären. Thomas ist gar nicht begeistert von seinem Auftrag, verbindet er mit der idyllischen Landschaft doch eine traurige persönliche Erinnerung, die ihn immer noch belastet. Zu Beginn der Ermittlungen scheint alles auf einen Unglücksfall hinzudeuten, doch dann treten Hinweise aus der Vergangenheit zutage, die den Fall komplizierter machen als erwartet. Als weitere Verbrechen verübt werden, geraten Thomas und seine Kollegin Carina Persson (Sofia Pekkari) unter starken Druck der Öffentlichkeit. Bei seinen Nachforschungen erhält Thomas immer wieder Hilfe von der attraktiven Nora, die die Nähe zu ihm sucht und zu der er sich seinerseits hingezogen fühlt. Doch deren besitzergreifender Ehemann Henrik (Jonas Malmsjö) sieht das gar nicht gern. Die Lage spitzt sich zu …

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