Auswandern

Skandinavisches Design – Wohnen zwischen IKEA und Snickarglädje

Skandinavisches Design (Quelle: Privat)

In Stockholm steht der größte IKEA weltweit. Trotzdem findet man Samstags kaum einen Parkplatz, und ich, der ich mit Ubahn und Bus gekommen bin, muss aufpassen, dass ich in dem Trubel nicht von einem Volvo über den Haufen gefahren werde (Tod durch Klischee). Was man im Ikea (und jedem anderen beliebigen Möbelhaus in Schweden) kaufen kann, gehört zur Stilrichtung des skandinavischen Design. Das zeichnet sich aus durch klare Linien, hohe Praxistauglichkeit, die Verwendung von intensiven Farben und auffälligen Mustern bei Textilien und Tapeten, die als Blickfang dienen (siehe Foto) sowie das Einsetzen von Licht, um den Raum zu akzentuieren. Die verwendeten Materialien sind entweder extrem modern, lackierte Flächen, Metall und Chrom, oder betont traditionell, unbehandeltes Holz, Rattan, Stoff. Besonders fällt das bei den Möbeln ins Auge: die sehen allesamt aus als hätte man sie direkt aus einer Filmkulisse geklaut, wahlweise aus einem fünfziger-Jahre Film mit Dean Martin, oder aus einem Heimatfilm.

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Was Hänschen nicht lernt, oder „Det löser sig“ ; Teil V

„Unduldsam sollte man nur gegen sich selber sein, nicht gegen andere.“

–  H. Hesse –

Foto: Karoline Schnell

Unter diesem Motto steht mein derzeitiges Leben hier in Stockholm, aus dem ich jeden Tag neue Dinge zu erzählen vermag und sie am liebsten immer sofort mit euch teilen würde, wenn sie gerade passieren. Denn durch die selektive Wahrnehmung in einer Großstadt, vergesse ich häufig wieder die kleinen und amüsanten Anekdoten, die mich  so manches Mal zum Schmunzeln bringen und mir immer wieder verdeutlichen, dass es doch kulturelle Unterschiede zwischen den Schweden und mir gibt, auch wenn ich mich so manches Mal schon fast als „waschechte“ Schwedin fühle.

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Stockholm und die Reise ins eigene “Ich“ (Teil III)

Heute ist wieder einer der Tage, an denen ich euch von dem neu gewonnen Alltag hier in Schweden berichten möchte.

Natürlich ereignen sich nicht jeden Tag neue, spannende Dinge, so dass ich erst wieder ein bisschen meine Erfahrungen sammeln musste, damit ich euch etwas zu schreiben habe. Dabei komme ich mir manchmal vor, wie Frederik die Maus, die Sonnenstrahlen, Farben und Wörter sammelte, um so durch den Winter zu kommen und Träume zu haben. Meine Erfahrungen basieren weniger auf Sonnenstrahlen, dafür aber umso mehr auf Begegnungen mit Menschen, die wohl ebenso alle Träume haben wie Frederik und ich.

Foto: Anna

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Stockholm- eine Liebe, die stetig wächst (Teil II)

Hier schreibe ich nun heute meinen zweiten Bericht aus Stockholm. Ihr erinnert euch vielleicht an meine ersten Erfahrungen aus der pulsierenden Großstadt, die ich euch vor einiger Zeit  schrieb.

Wie gesagt, ein Auswandererleben ist ein spannendes, mit vielen neuen Erlebnissen gespicktes, aber auch zuweilen entmutigendes Leben, welches aber nie langweilig wird, sofern man mit offenen Augen durchs Leben läuft.

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Winter in Stockholm (Teil 1/2)

Derzeit zeigt sich Stockholm von seiner, um es ganz deutlich zu sagen, scheußlichsten Seite. Die feuchte Seeluft fegt über die Stadt. Es regnet. Eisiger Nebel liegt über den Straßen. Oder es schneit. Das im Sommer heimelige und romantische Kopfsteinpflaster in Gamla Stan ist mit einer Eisschicht bedeckt, so dass jeder Spaziergang zu einer Rutschpartie wird. Trotzdem, oder gerade deswegen suchen auch zu dieser Jahreszeit einige unerschrockene Touristen ihren Weg in die schwedische Hauptstadt. Nachdem sie sich vom Flughafen hergekämpft, ihre nassen Klamotten getrocknet und ausgeschlafen haben, kommt die unausweichliche Frage: was machen wir jetzt?

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Stockholm- eine Liebe, die nie vergeht!

Foto: Anna

Im Frühling sind es nun fast sechs Jahre, die ich auf diesen Moment gewartet habe!

Ich bin nach Stockholm gezogen und bereue es seither keinen Augenblick. Ich habe meinen Freund 2005 in Finnland kennen- und lieben gelernt und seither war immer klar, eines Tages wird die Zeit kommen, wo wir endlich ein Leben zusammen führen können. Dass dies allerdings so viele Jahre später sein würde, hatte damals niemand von uns gedacht. Immer kam irgendetwas dazwischen, was uns an einer gemeinsamen Zukunft hinderte. Erst waren es die Studien, die beide von uns beenden wollten, dann mein zweites Staatsexamen, die Arbeit meines Freundes und letztendlich familiäre Ereignisse, die das ganze Geschehen in die Ferne rücken ließen.  

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Familie Schimke: Auswandern an den Polarkreis

Logo der Vox-Dokusoap "Goodbye Deutschland"

Der ein oder andere beschwert sich ja immer mal wieder gern, dass die Qualität der Fernsehsendungen ständig weiter abnimmt. Die derzeit so beliebten Dokusoaps wie etwa „Goodbye Deutschland“ sind da für viele Zuschauer das höchste der Gefühle, muss man sich dort doch erst mit ansehen, wie Leute Deutschland mit einer kaum zu fassenden Arroganz beschimpfen, um dann im neuen Land kläglich zu scheitern. Es ist zum Fremdschämen!

Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass es auch Familien gibt, die dabei angenehm aus der Masse hervorstechen, weil sie die Dinge realistisch betrachten. Weil sie einen ganz bestimmten Grund haben, in ein anderes Land zu ziehen, und nicht nur allgemein unzufrieden sind. Und weil sie das beste Beispiel dafür sind, dass man es nirgendwo schafft, wenn man es in Deutschland nicht schaffen kann.
Da wäre zum einen die Kultfamilie Reimann, die mittlerweile sicher jeder kennt, aber auch die Familie Schimke aus Schweden. Kann sich noch jemand an sie erinnern?

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Wenn Pfiffi mit nach Schweden will

© Torsten Gruber / pixelio.de

Schweden ist mit seiner unberührten Natur, den Wiesen, Wäldern und Feldwegen auch für Hunde ein Paradies. Und die Schweden selbst sind auch ein äußerst hundefreundliches Volk. Es ist also grundsätzlich eine sehr gute Idee, gemeinsam mit Pfiffi den Urlaub zu verbringen.

Allerdings darf man seinen Vierbeiner nicht so einfach mit auf die Fähre nehmen. Nach Öffnung der EU-Grenzen muss man zwar keine Einfuhrerlaubnis beim schwedischen Zentralamt mehr beantragen, es gibt jedoch gesamteuropäische Einfuhrbestimmungen.

Seit 2004 muss man für jeden Hund einen europäischen Heimtierpass besitzen und ihn darüber hinaus mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip eindeutig identifizierbar machen. Zudem muss für jedes Tier eine Tollwut-Impfung nachgewiesen werden. Speziell für Schweden gilt auch noch die Pflicht, den Hund frühestens 10 Tage vor der Einreise gegen Bandwürmer und Zecken behandeln zu lassen und dafür einen Nachweis mit sich zu führen.
Das alles funktioniert relativ unkompliziert beim Tierarzt. Dieser kann nicht nur impfen und markieren, sondern auch alle notwendigen Papiere ausstellen.

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