Auswandern

Dschungel Schwedisches Gesundheitssystem Teil 3: Krankenhäuser

Das schwedische Gesundheitssystem gehört (wie übrigens auch das deutsche) zu den besten der Welt. Forscher des Stockholmer Karolinska Instituts sind regelmäßige Gäste in nationalen und internationalen Nachrichten. Die Ärzte, aber auch das Pflegepersonal haben einen extrem hohen Ausbildungsstand. Ich habe Leute von schwedischen Krankenhäusern schwärmen hören. Für mich ist das schönste Krankenhaus immer noch das, was ich nur von außen sehen brauche. Aber wenn ich schon ins Krankenhaus muss, dann möchte ich bitte in ein Schwedisches kommen. Womit wir beim Problem wären, beim „kommen“.

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Auswandern nach Schweden

Für viele ist Schweden ein beliebtes Land zum Auswandern, unter anderem auch, weil Schweden ein besseres soziales System als Deutschland hat. Man sollte sich aber vor Auge halten, dass es nicht reicht, nur deshalb nach Schweden auszuwandern, wenn man hin und wieder bei Ikea einkauft, gerne Knäckebrot isst und Bücher von Astrid Lindgren liest. Auswandern nach Schweden stellt in jedem Fall immer eine große Herausforderung dar.

Die schwedische Sprache ist nicht so einfach zu erlernen, wie sich das vielleicht viele vorstellen, die nach Schweden auswandern wollen. Auch eine Wohnung oder ein Haus zu finden, kann schwierig werden. Wer nach Schweden auswandern will, der sollte sich genau und sehr ausführlich über das Land, seine Menschen und die Lebensumstände dort erkundigen.

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Betrüger auf dem Wohnungsmarkt

Bisher hatten wir noch keinen Erfolg bei unserer Wohnungssuche, und so langsam machen sich Hilflosigkeit und Panikgefühle breit. An die 80 Bewerbungen haben wir schon geschrieben, bisher ist ein einziges Mal eine Besichtigung dabei heraus gesprungen.

Heute rief ich bei einer der wenigen Wohnungsanzeige an. Und erreichte jemanden! Wohnung frei, er wollte sich mit uns treffen, und eventuell gleich einen Vertrag klarmachen. das klang zu schön, um wahr zu sein. Überglücklich wollte ich eine Zeit vereinbaren. Er winkte ab, das könnten wir ja später machen. Ich wollte mich gerade verabschieden, als er meinte: Soll ich dann meine Kontodaten per sms schicken? Mit einem plötzlichen flauen Gefühl im Magen erwiderte ich, die könnte er uns doch bei Vertragsabschluss geben. Nein, er wolle im Voraus Geld haben, „um die Wohnung für uns reservieren zu können“. Als ich ihm klarmachte, dass ich ohne etwas Schriftliches in der Hand zu haben bestimmt nichts überweisen würde, meinte er lapidar, dann hätte er einen anderen Interessenten. „Klar, und der Interessent ist genauso real wie deine Wohnung“ wollte ich antworten, aber erstens ließ mich mein Schwedisch im Stich und zweitens fielen mir in dem Moment nur noch Schimpfworte ein, und da man auf schwedisch nicht anständig schimpfen kann, legte ich einfach auf.

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Von Osterfedern und Maiblumen

Puschelfedern am Osterreisig, Foto: Katja

Es ist ja, wie so oft: Manchmal benehmen sich Einwanderer wie die besseren Schweden… In meinem zweiten Jahr als schwedischer Neubürger weiß ich so in etwa, wie das hier mit den Feiertagen läuft. Habe mir die Sitten und Gebräuche abgeguckt und ahme ganz unverblümt nach. Wie jetzt zu den bevorstehenden Feiertagen! Zwei Dinge, die in Schweden zum Frühling gehören wie Lucia zu Weihnachten sind: Osterfedern und Maiblumen.

Die bunt eingefärbten Federn sind der standardmäßige Osterschmuck am sogenannten Oster-Reisig – und schlagen selbst die allgegenwärtigen Ostereier um Längen in der Beliebtheit. Da die Reisige, meistens Birkenzweige, sehr kahl in den Handel kommen und kaum vor Ende des Osterfestes zu sprießen beginnen, werden sie mit weichen Federn behängt. Man wickelt die bunten Puschel mit Draht um das Ende des Zweigs und bildet so gleichsam einen Osterstrauß mit künstlichen „Blättern“.

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Dschungel schwedisches Gesundheitssystem Teil 2: Bis die Sjuksköterska kommt

quakt, watschelt- Ente (Foto: Tina)

Neulich kam mir ein privater, aber deshalb nicht weniger interessanter Gedanke: wenn man schreibt, verändert sich der Blickwinkel auf unangenehme Erlebnisse auf seltsame Weise. Egal, was einem Blödes passiert, man kann darüber schreiben. Man kann sogar sagen, je schlimmer das Erlebnis, desto besser die Geschichte. Wer denkt das wäre zynisch, ein Beispiel: Junge und Mädchen begegnen sich, niemand hat was dagegen, die beiden heiraten, leben glücklich, sterben…. Langweilig! Last uns Romeo und Julia lesen!

Vor einigen Wochen erwachte ich mit Bauchschmerzen. Ich starrte an die Decke, und dachte: „Mein Bauch tut weh. Ich sollte mal was über das schwedische Krankensystem schreiben. Ist bestimmt interessant. Aber ziemlich umfangreich. Ich könnte eine Serie daraus machen.“ Da meldete sich mein Magen mit einem besonders heftigen Krampf und der dringenden Nachricht „Ähm, kannst du dich vielleicht erst mal um mich kümmern?!?“

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Dschungel Schwedisches Gesundheitssystem Teil 1: Försäkringskassan

Der Umschlag des Verderbens Foto: Tina

Egal ob man als Austauschstudent ein Semester in Uppsala verbringt, man drei Wochen Urlaub in Lappland macht oder man seine Zelte in Deutschland endgültig abbricht und auswandert, alle wollen wissen: wenn ich nachts wach werde, und mich vor Schmerzen krümme, wird mir dann geholfen? Dieses Thema ist für mich unangenehm, bringt Erinnerungen an vergangene Qualen, Schmerzen und Leiden. Also bringen wir den grausamsten Teil gleich hinter uns, und verschieben die leichteren Themen wie akute Notfallversorgung oder Operationen auf später. Die schwedische Gretchenfrage: sag wie hältst du´s mit der Krankenkasse?

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Fika- mehr als nur Kaffee trinken

Quelle: eigene Kanelbulle

Ska vi fika? Ich erspare uns allen jetzt einfach den Schenkelklopfer, den jeder Schwedenfreund hundertfach gehört hat, und geh mal den Kaffee kochen. „Fika“, so liest man allethalben, heißt nicht mehr als „Kaffee trinken“. Das stimmt so nicht ganz. Natürlich könnte man es mit „Kaffee trinken“ übersetzen. Aber das wäre so, als würde man die japanische Teezeremonie mit „schnell nen Teechen kippen“ oder die indianische Friedenspfeife mit „eine Rauchen gehen“ übersetzen. Fika ist viel mehr als nur das Einfüllen einer dunklen Flüssigkeit in den Schlund. Soziales Happening, Rahmen für fast alle Arten von Gesprächen- was dem Engländer sein Fünfuhrtee, ist dem Schweden die Fika. Bei der Fika werden Verträge abgeschlossen, Freundschaften gebildet oder Scheidungen ausgehandelt.

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Frühlingsgefühle in Stockholm…



Frühling

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804-1875)

Foto: Anna

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“Ja, ich will“ – eine Hochzeit in Stockholm…

… Drum prüfe, wer sich ewig bindet …

– Schiller/ Die Glocke-                                                                                            

Foto: Wikipedia

Heute ist es wieder soweit, ich finde die Zeit zum Schreiben und will euch wieder von den letzten Wochen berichten.

Die Zeit vergeht nur wie im Fluge, wir haben bereits Anfang März, hier liegt immer noch der Schnee vor der Haustür und ich wage es nicht zu fragen, wann denn endlich der Frühling auch zu uns kommt, oder ob wir  dieses Jahr fast gleich zum Sommer übergehen werden?! Ich hänge also immer noch fleißig die Vogelbällchen in die Hecke vor unserer Haustür und erfreue mich jeden Morgen daran, dass ich bei meiner ersten Tasse Tee jeweils so viele kleine Freunde sehe, die mir einen guten Tag zwitschern. Und Freund Eichhörnchen grüßt ab und an.

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