Angeln in Småland und die Befreiung von Hast und Hektik

 

Foto: Hannes Hofer

Nur noch ein paar Schritte. Über moosbewachsene Steine und umgestürzte Baumstümpfe führt der Weg ans Ufer mit einem atemberaubenden Blick auf den spiegelglatten See. Mich beschleicht das Gefühl, dass ich einen der Orte gefunden habe, nach dem so viele ihr Leben lang suchen. Ich setze mich auf einen Stein direkt am Ufer, wo das Wasser den Boden zu verschlucken scheint. Jetzt fehlt nur noch der obligatorische Sonnenuntergang, denke ich.

Foto: Hannes Hofer

Von Hecht und Barsch zu Lachs und Krebs

Småland, die Provinz im Süden Schwedens, ist ein Paradies der unberührten Natur. Wo sich Seen und Flüsse durch weite Wälder ziehen und Elche zum klassischen Inventar gehören, trifft eine alte Tradition die unendliche Ruhe der Natur – das Fischen. In Schweden wird gerne gefischt und geangelt. Nicht nur die Schweden selbst nutzen die Gewässer direkt vor ihrer Haustür, auch Touristen genießen die hervorragenden Bedingungen. Ob Hecht und Barsch, Lachs und Forelle, Krabbe und Krebs – das Angeln in Småland steht stellvertretend für die Sehnsucht vieler Naturliebhaber. War es früher noch die Nahrungsmittelversorgung, so dient das heutige Sportfischen vor allem der Entschleunigung. Vor der allgegenwärtigen Hast und Hektik unserer modernen Gesellschaft.

Foto: Hannes Hofer

 Naturromantik

Ich habe mich dieses Mal für die Abenddämmerung entschieden. Morgens und Abends, wenn die Fische die flachen Stellen am See aufsuchen, soll man die besten Chancen auf einen Angelerfolg haben. „Petri Heil“, kommt es mir in den Sinn. Ob ich schließlich mein Glück finden werde, ist gar nicht so von Bedeutung. Einen Zugang zur Natur und ein Stück sich selbst in all der Ruhe zu finden – so abgedroschen das klingt – genau das kann passieren, wenn man sich plötzlich eins mit See und Wald fühlt. Ein Teil der Natur, ein Teil der Erde, fernab von jeder Elektronik. Vielleicht klingt das für manche zu schwärmerisch, bis es schließlich auch für jene einmal heißt: „Nur noch ein paar Schritte. Über moosbewachsene Steine und umgestürzte Baumstümpfe führt der Weg ans Ufer…“

Und plötzlich, mitten im Herzen Smålands, hat es doch geklappt – ein Fisch hat angebissen…

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Iron-Maiden-Bier: Verkaufsstart in Schweden

Trooper-Etikett für Schweden

Für den schwedischen Markt wurde das Etikett mit Maskottchen Eddie entschärft (Foto: www.ironmaidenbeer.com).

Von Ende Juni an soll das neue Iron-Maiden-Bier „Trooper“ endlich auch in Schweden erhältlich sein. Dort wird es – wie alle anderen alkoholischen Getränke auch – über die staatlichen Verkaufsstellen „Systembolaget“ verkauft. Außerdem soll es in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt werden. Exklusiv für Schweden aber mit entschärftem Etikett.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Design ist dort nur das Gesicht des Band-Maskottchens Eddie zu sehen. Auf die zerrissene Union-Jack-Flagge und den Säbel des toten Soldaten wurde verzichtet. Der Grund: Die skandinavischen Behörden hatten dem Verkauf einen Riegel vorgeschoben, da ihnen die Abbildung zu kriegerisch und waffenlastig war. Die schwedischen Gesetze verbieten nämlich solche Elemente im Zusammenhang mit der Werbung für alkoholische Produkte.

„Trooper“ ist ein traditionelles Ale, benannt nach der gleichnamigen Iron-Maiden-Single von 1983. Für die Herstellung hat sich die Heavy-Metall-Legende mit der britischen Familienbrauerei „Robinsons“ zusammengetan. „Ich bin schon mein Leben lang Fan von traditionellem, englischem Ale. Deshalb dachte ich, ich wäre gestorben und im Himmel gelandet, als sie uns baten, unser eigenes Bier zu kreieren“, freut sich Iron-Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Das Bier ist seit Mai 2013 auf dem Markt und online über die offizielle Homepage www.ironmaidenbeer.com erhältlich.

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