Schweden-Blog

ICA: Gut einkaufen seit 100 Jahren

Die Einkaufsgemeinschaft für selbstständige Kaufleute startete 1917 und wurde 1939 zur "Inköpscentralernas AB Ica". Foto: ICA-Gruppen

Die Einkaufsgemeinschaft für selbstständige Kaufleute startete 1917 und wurde 1939 zur „Inköpscentralernas AB Ica“. Foto: ICA-Gruppen

Von Lappland im Norden bis Skåne im Süden kennt sie jeder: Die ICA-Geschäfte. Sie sind Einkaufszentrum, Treffpunkt und Arbeitsplatz für die örtliche Bevölkerung und halten den Handel selbst an kleinsten Orten lebendig. Viele Touristen lernen ICA bereits kurz nach ihrer Ankunft kennen, denn die Märkte sind beliebte Anlaufstellen für frische Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Der Vertrauensvorschuß kommt nicht von ungefähr, – schließlich gibt es ICA schon seit 100 Jahren! 2017 feiern die Kaufleute zusammen mit den Kunden das große Jubiläumsjahr.

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Das Bjuröklubb Naturschutzgebiet

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Der Steg zum Leuchtturm

Nördlich von Lövanger in der Gemeinde Skelleftea liegt ein kleines Stück Paradies, die Halbinsel Bjurön, mit seinem Naturschutzgebiet Bjuröklubb. Dieses ist über die E4 gut erreichbar oder kann auch per Boot angesteuert werden.

Die Halbinsel Bjurön ist Västerbottens östlicher Ausläufer und wurde 1976 zum Naturschutzgebiet erklärt. Verwaltet wird es vom nationalen Umweltschutzamt und gehört zu den Naturschutzgebieten mit nationalem Interesse. Es ist ein großartiges Beispiel für die einzigartige Natur und Kultur an Västerbottens Küste. Etwa vor 400 Jahren stieg das Naturreservat Bjuröklubb aus dem Meer empor und umfasst heute etwa eine Fläche von 566 Hektar. Seit der Bronzezeit gab es immer wieder temporäre Siedlungen, sogar mal eine Schule, eine Kapelle und ein kleines Lebensmittelgeschäft. Bjuröklubb war Basis für nicht weniger als 52 Fischerboote. Seit 1940 ist das Gebiet, das für die Jagd, Fischerei und Seefahrt mal sehr wichtig war, aber fast unbewohnt.

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Forsvik – 600 Jahre Industriegeschichte

Industriemuseum Forsviks Bruk

Industriemuseum in Forsvik: „Forsviks Bruk“. Foto: Harri Blomberg /https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Forsvik ist ein kleiner, etwas mehr als 300 Einwohner zählender Ort zwischen Schwedens großen Seen Vänern und Vättern. Vor Jahrhunderten schon wurde hier Mehl gemahlen. Holz-und Eisenverarbeitung kamen hinzu – und der Götakanal. Forsvik ist einer der ältesten industriellen Orte Schwedens: Forsviks Bruk beschreibt die rund 600-jährige Industriegeschichte des Ortes.

Forsvik liegt rund zehn Kilometer nordwestlich von Karlsborg, am Übergang des Sees Viken in den Bottensjö. Die Kraft des Wassers, zunächst in Form des Gefälles zwischen den beiden Gewässern bildete die Grundlage für Forsviks industrielle Geschichte, die im Mittelalter ihren Anfang fand.

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Sigtuna und seine Holzhäuser

Hauptstrasse von Sigtuna. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Brorsson

Hauptstrasse von Sigtuna. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Brorsson

Sigtuna – das ist Schweden wie aus dem Märchenbuch. So stellt man sich eine schwedische Kleinstadt vor – viele farbige Holzhäuser, kleine gemütliche Cafés und eine entspannte Atmosphäre.

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Schweden: Ein Land mit Sommerferien-Kultur

Traum und Tradition vieler Schweden. Ein Sommerhaus. Foto: Johan Willner, Imagebank Sweden.

Traum und Tradition vieler Schweden. Ein eigens Haus für die Sommerferien. Foto: Johan Willner, Imagebank Sweden.

Die schwedische Sommerferien-Kultur ist bekanntlich sehr ausgeprägt: Die meisten Angestellten nehmen jetzt ihren großen Jahresurlaub und bleiben bis zu 4-5 Wochen der Arbeit fern. Viele finden Erholung traditionell im Sommerhaus („stuga“, „frtidshus“), machen also Ferien im eigenen Land und doch weitab der eigenen vier Wände. Laut Statistik haben rund 55 Prozent der Schweden Zugang zu einem Sommerhaus, während sich rund 20 Prozent selbst glückliche Ferienhaus-Besitzer nennen können.

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Wanås – Vom Mittelalter zu zeitgenössischer Kunst

Schloss Wanås

Schloss Wanås, 26. Juli 2010. Foto: Pelle Sten/flickr.com (CC BY 2.0)

Strahlend weiß spiegelt sich Schloss Wanås im See, dessen Wasser einmal den Burggraben speiste. Wanås liegt in einst hart umkämpftem Gebiet, wurde niedergebrannt und neu erbaut. Der See ist heute Teil eines weitläufigen Parkgeländes. Im See ein Haus, Schwedenrot, teils versunken, im Park eine gigantische Spinne oder eine Frau, hockend, herabgelassene Hose, ohne sich von etwaigen Spaziergängern stören zu lassen: Der Schauplatz blutiger Handlungen ist ein Ort der Kunst geworden.

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Schloss Drottningholm – Wohnsitz der königlichen Familie

Schloss Drottningholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Holger Ellgaard

Schloss Drottningholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Holger Ellgaard

Auch wenn viele der Meinung sind, die schwedische Königsfamilie wohnt im Stockholmer Schloss – das ist nicht der Fall. Der private Wohnsitz der königlichen Familie ist Schloss Drottningholm.

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Die neue Kirche von Jokkmokk

Foto: Eino81 - GFDL

Foto: Eino81 – GFDL

Jokkmokk in der nordschwedischen Provinz Norbottens län liegt in Lappland am nördlichen Polarkreis. Vor allem ist der Ort bekannt als Hauptzentrum der samischen Kultur, wo es auch auch Samischulen und -ausbildungsstätten gibt. Der alljährlich im Februar stattfindende samische Wintermarkt  ist überall auf der Welt bekannt. Diesen gibt es schon seit 400 Jahren! In den 3 Tagen, die der Markt dauert, besuchen ca. 40.000 Menschen das mit sonst 3.000 Einwohnern eher beschauliche Dorf. Wer noch mehr über die Sapmi Kultur lernen will, ist im Ajtte Museum bestens aufgehoben.

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Der thailändische Pavillon von Utanede

Thailändischer Pavillon Utanede

King Chulalongkorn’s Memorial Building. Der thailändische Pavillon von Utanede. Foto: Carlstaffanholmer /https://commons.wikimedia.org/

Utanede ist ein Dorf im östlichsten Zipfel Jämtlands. Den Indalsälven zur einen, den Riksväg 86 zur anderen Seite. 146 Einwohner leben in dem zur Gemeinde Ragunda gehörenden Ort. Es gibt jede Menge Birken, Land- und Energiewirtschaft und etwas Industrie in der Umgebung und immer weniger Menschen. Die Landschaft hat ihre Reize, doch wohl kaum jemand würde hier südostasiatische Architektur und eines der bemerkenswertesten Bauwerke Schwedens vermuten: den thailändischen Pavillon von Utanede.

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